Marihuana, Cannabis und Hanf – Unterschiede

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Marihuana

Marihuana ist in verschiedensten Formen erhältlich – und noch mehr Namen gibt es für die unterschiedlichen Ausführungen. Aber wovon ist eigentlich die Rede, wenn es um Marihuana, Hanf oder Cannabis geht. Worin liegen die Unterschiede der Hanfpflanze und was macht man mit den verschiedenen Formen?

Zunächst einmal ist zwischen Hanf und Cannabis zu unterscheiden. Beide Pflanzen stammen von der gleichen Mutterpflanze ab – der Cannabis Sativa L. Das kann schnell zu Verwirrung führen, eine Differenzierung ist jedoch wichtig, da die Nutzung sehr verschieden ist.

 

 

Auf den Blüten von Cannabis befindet sich Harz das einen höheren Anteil (bis zu 20%) des bewusstseinsverändernden Cannabinoids THC enthält und deshalb es als Rauschmittel gilt. Die Blüten werden getrocknet und sind schließlich das, was man als Marihuana kennt. Sie sind aber auch unter den Namen Weed, Gras, Ott, Dope oder Mary Jane bekannt. Marihuana ist je nach Qualität, Herkunft, Anbaumethode und Trocknungsgrad üblicherweise grün bis bräunlich, teilweise auch weiß oder leicht lila. Beim Rauschkonsum wird das Marihuana zum Rauchen in einer selbstgedrehten Zigarette (Joint) mit Tabak oder aber in einer Bong verwendet.

Illegales Marihuana, das auf den Straßen verkauft wird, kann auf unterschiedliche Weise gestreckt sein, wie zum Beispiel mit wirkstoffarmen Pflanzenteilen („Hecke“). Ebenso können die getrockneten Blüten mit verschiedenen gesundheitsschädlichen Substanzen wie Kaliumdünger, Glas, Blei, Talkum, Sand oder Haarspray gestreckt sein.

Haschisch ist das gesammelte und meist gepresste Harz aus der Hanfpflanze. Es kann nicht nur aus den Blüten, sondern auch aus mit Harzen besetzten Blättern gewonnen werden. Je nach Qualität und Herstellungsmethode kann es grau-braun bis mattschwarz sein. Haschisch hat dabei einen höheren Wirkstoffgehalt als Marihuana.

Hanfpflanze

Mit Hanf oder auch Nutzhanf ist meist das gemeint, was seit Jahrtausenden zur Gewinnung von Lebensmitteln,Textilien und Papier verwendet wird. Die Pflanze, welche eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse ist, zählt weltweit zu den ältesten Nutzpflanzen und wird schon seit über 10.000 Jahren kultiviert. Sie stellte jahrelang einen wichtigen Rohstoff zur Herstellung von verschiedensten Produkten dar. Unter anderem nutzt man sie zur Gewinnung von Hanffasern, zur Herstellung von Kleidung, Seilen aber auch Baustoffen. Des Weiteren lässt sich Hanf auch als Nahrungsmittel verwenden: zum Beispiel zu Speiseöl gepresst, zu Hanfriegeln verarbeitet oder als Superfood.

 

 

Bei der Hanfpflanze unterschiedet man zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen. Die weiblichen Pflanzen haben mehr Blätter und spezielle Drüsenhaare. Sie können ein klebriges Harz absondern, welches besonders viel THC enthält. Das Hanfblatt weist außerdem eine auffallende Optik auf: die Blätter sind fingerförmig gegliedert und bestehen meist aus sieben Einzelblättern, die an den Rändern fein gezackt sind. Die Pflanze wächst vorzugsweise in tropischen, mediterranen und gemäßigten Zonen, einige Sorten können aber auch problemlos von Frühling bis Herbst in Regionen wie Mitteleuropa im Freien wachsen.

Die Industrie verwendet die Faserstoffe und Öle (aus den Samen der Pflanze) heutzutage weiterhin, während der Besitz und Handel der Blüten verboten ist.

 

Hanfsamen, Hanfpflanze

Cannabis

Eigentlich ist Cannabis das lateinische Wort für Hanf. In vielen Ländern, wie auch in Deutschland, verwendet man der Begriff jedoch für THC-haltige Produkte der Hanfpflanze. Das bedeutet, unter dem Namen Cannabis versteht sich die Art der Pflanze, die in der weiblichen Form psychoaktiv wirkende Blüten trägt. Sie wurde über die Zeit hinweg so gezüchtet, dass sie sich auch optisch vom Nutzhanf unterscheiden lässt. Während dieser nämlich meist sehr hoch – bis zu 4 Metern – wächst und wenige Seitentriebe hervorbringt, ist Cannabis in der Regel kleiner – 0,5 bis 2 Meter – und zeichnet sich durch seine vielen Verästelungen aus.

Cannabinoide findet man in jeder Form der Hanfpflanze, das bekannteste ist dabei das THC (Tetrahydrocannabinol), welches berauschend wirkt. CBD (Cannabidiol) ist dagegen für seine entspannende, schmerzhemmende und angstlösende Wirkung bekannt. Beide Cannabinoide sind in quasi jeder Form von Hanf zu finden und variieren dabei im Gehalt. Nutzhanf enthält jedoch einen THC-Gehalt von unter 0,2%.

 

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Cannabis in der Medizin

Die psychoaktive Substanz wird allerdings nicht nur als Droge konsumiert, sondern findet auch in der Medizin immer häufiger ihren Einsatz. Ähnlich ist es mit dem Cannabinoid CBD, das sowohl in alltäglicher wie auch in medizinischer Hinsicht Gebrauch findet. Es wird sowohl zur Entspannung, als auch zur Bekämpfung von Schlafstörungen oder Migränegenutzt. Hochdosiert wird es nach Chemotherapien eingesetzt oder kann bei der Behandlung von chronischen Krankheiten helfen.

Seit März 2017 ist auch medizinisches Cannabis in Deutschland legal bzw. Ärzte dürfen dieses auf einem BtM-Rezept verordnen. Zur medizinischen Anwendung kommen beispielsweise das Mundspray Sativex, das einen gleich hohen THC-Gehalt und CBD-Gehalt aufweist. Außerdem ist das Cannabis-Öl Dronabinol und Cannabis-Vollspektrumextrakt mittlerweile verordnungsfähig. Darüber hinaus sind auch die Verschreibung von medizinischen Cannabisblüten, die die Wirkstoffe THC und CBD enthalten, möglich.

 

 

Fazit zur vielseitigen Hanfpflanze

Generell lässt sich sagen, dass es einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen Hanf und Cannabis gibt, der jedoch sehr entscheidend ist. Marihuana beschreibt nur einen Teil der Cannabis-pflanze und meint die getrockneten Blüten, die das weltweit meist verkaufte Rauschmittel darstellen. Marihuana ist meist mit einem hohen THC Gehalt verbunden und viele vertragen die Psychoaktive Wirkung nicht gut. Mal ganz davon abgesehen, dass Marihuana nicht legal ist in Deutschland. Jedoch ganz auf die vielen Vorteile der Cannabispflanze zu verzichten will gut überlegt sein. Denn es gibt kein anderes natürliches Produkt, welches so vielfältig gegen Schmerzen eingesetzt werden kann wie die Cannabispflanze.

Allgemein ist die Hanfpflanze in verschiedenster Hinsicht ein wahrer Allrounder und findet in mehr Gebieten Anwendung, als man zunächst vermuten würde. Möchtest du die positive Wirkung der Hanfpflanze erfahren, so kannst du dich zuerst an CBD Produkten ran tasten. Vollspektrum CBD Produkte umfassen alle Wirkstoffe der Hanfpflanze und können Wohltuend auf den Körper wirken.

 

 

Ein Kommentar zu “Marihuana, Cannabis und Hanf – Unterschiede

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