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CBN – Das beruhigende Cannabinoid

Geposted von Lena Grammling am

Hast du schon von den beeindruckenden Vorteilen von CBD gehört, bist aber neugierig auf andere Cannabinoide wie CBN? Cannabinol, kurz CBN, ist ein weniger bekanntes, aber ebenso faszinierendes Cannabinoid, das immer mehr Aufmerksamkeit erlangt.

In den letzten Jahren hat das Interesse an Cannabinoiden stark zugenommen, doch viele Menschen wissen nicht, dass neben CBD auch CBN bemerkenswerte therapeutische Eigenschaften besitzt. Dies führt dazu, dass viele potenzielle Anwender die einzigartigen Vorteile von CBN nicht kennen und somit nicht nutzen können.

CBN ist ein mild psychoaktives Cannabinoid, das durch den natürlichen Abbau von THC in der Cannabispflanze entsteht. Wegen seiner beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften wird es oft als natürliche Alternative zur Unterstützung von Schlaf und Entspannung geschätzt.

In diesem Blog-Artikel erfährst du alles, was du über CBN wissen musst: was es ist, wie es gewonnen wird, welche Wirkungen und Anwendungsgebiete es hat und wie es sich von CBD unterscheidet. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuelle Forschung und die rechtlichen Rahmenbedingungen für CBN.

Was ist CBN (Cannabinol)?

CBN (Cannabinol) ist ein mild psychoaktives Cannabinoid, das in der Cannabispflanze vorkommt. Es entsteht hauptsächlich durch den Abbau von THC (Tetrahydrocannabinol) und ist in älteren oder schlecht gelagerten Cannabisprodukten in höheren Konzentrationen zu finden. 

CBN bildet sich, wenn THC durch Licht, Luft und Wärme oxidiert und sich zersetzt. Während es in frischen Cannabispflanzen nur in geringen Mengen vorkommt, kann durch gezielte Verarbeitung der Gehalt an CBN erhöht werden.

CBN hat potenzielle therapeutische Eigenschaften, die zunehmend erforscht werden. Besonders bekannt ist es für seine möglichen schlaffördernden Eigenschaften. Zudem hat CBN im Vergleich zu THC keine starken psychoaktiven Effekte, was es für eine breitere Anwendung attraktiv macht.

Herkunft und Gewinnung aus der Cannabispflanze

CBN (Cannabinol) entsteht durch den natürlichen Abbau von THC (Tetrahydrocannabinol) in der Cannabispflanze. Hier sind die wichtigsten Schritte zur Gewinnung von CBN:

  1. Natürlicher Abbau: CBN bildet sich durch die Oxidation und den Abbau von THC. Dieser Prozess wird durch Licht, Luft und Wärme beschleunigt, weshalb CBN häufig in älteren oder schlecht gelagerten Cannabisblüten vorkommt.

  2. Gezielte Lagerung: Um den CBN-Gehalt zu erhöhen, können Cannabisprodukte gezielt längere Zeit unter kontrollierten Bedingungen gelagert werden. Diese Bedingungen fördern die Umwandlung von THC in CBN.

  3. Extraktion: CBN wird durch Methoden wie CO₂-Extraktion oder Ethanol-Extraktion gewonnen. Diese Verfahren ermöglichen eine effiziente und reine Gewinnung des Cannabinoids.

  4. Isolierung und Reinigung: Nach der Extraktion wird CBN durch Chromatographie und andere Reinigungsverfahren von anderen Cannabinoiden und Pflanzenmaterialien getrennt und gereinigt, um eine hohe Reinheit zu gewährleisten.

  5. Weiterverarbeitung: Das gereinigte CBN wird dann in verschiedene Produkte wie Öle, Kapseln oder Kosmetika umgewandelt, um es für verschiedene Anwendungsgebiete zugänglich zu machen.

CBN: Wirkung, Anwendungsgebiete und Forschung

CBN (Cannabinol) weist eine Vielzahl potenzieller therapeutischer Wirkungen auf, die es für unterschiedliche Anwendungen interessant machen. Hier sind die wichtigsten Anwendungsgebiete und die dazugehörigen Forschungsergebnisse zu CBN:

Schlafförderung

CBN wird oft wegen seiner beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften geschätzt. Es wird angenommen, dass CBN die Schlafqualität verbessern kann, indem es die Schlafdauer verlängert und die Einschlafzeit verkürzt. Einige Studien haben gezeigt, dass CBN als mildes Sedativum wirken kann, besonders in Kombination mit anderen Cannabinoiden wie CBD. Produkte wie CBN-Öle und Kapseln sind beliebt bei Menschen, die unter Schlafstörungen leiden und nach natürlichen Alternativen suchen.¹

Schmerzlinderung

CBN könnte schmerzlindernde Eigenschaften haben, die es zu einer potenziellen Option für die Behandlung chronischer Schmerzen machen. Studien deuten darauf hin, dass CBN durch die Interaktion mit dem Endocannabinoid-System Schmerzen reduzieren kann. CBN-Öle, Kapseln und topische Produkte wie Salben und Cremes können helfen, Schmerzen zu lindern, insbesondere bei entzündungsbedingten Beschwerden.²

Entzündungshemmung

CBN zeigt entzündungshemmende Eigenschaften, was es nützlich bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen machen könnte. Vorläufige Studien haben gezeigt, dass CBN helfen kann, Entzündungen zu reduzieren, indem es auf bestimmte Entzündungsmarker im Körper wirkt. Dies könnte es besonders nützlich für Erkrankungen wie Arthritis und entzündliche Darmerkrankungen machen.³

Appetitanregung

CBN kann den Appetit anregen, was besonders für Patienten nützlich sein kann, die unter Appetitverlust aufgrund von Erkrankungen oder Behandlungen wie Chemotherapie leiden. Forschung hat gezeigt, dass CBN die Nahrungsaufnahme bei Tieren erhöhen kann. CBN-Öle und Kapseln können daher helfen, den Appetit auf natürliche Weise zu stimulieren.⁴

Antibakterielle Wirkung

Studien haben gezeigt, dass CBN antibakterielle Eigenschaften hat, insbesondere gegen resistente Bakterienstämme wie MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Diese antibakterielle Eigenschaft könnte CBN zu einem wertvollen Mittel bei der Bekämpfung von bakteriellen Infektionen machen. CBN-Kosmetikprodukte wie Cremes und Salben könnten zur Unterstützung der Hautgesundheit und bei der Behandlung von Hautinfektionen nützlich sein.⁵

Neuroprotektion

CBN könnte neuroprotektive Effekte haben, was bedeutet, dass es Nervenzellen vor Schäden schützen kann. Dies macht es zu einem potenziellen Kandidaten für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson. Vorläufige Studien an Tiermodellen haben gezeigt, dass CBN die Neurodegeneration reduzieren und die kognitiven Funktionen verbessern kann.⁶

Die bisherigen Studien zu CBN sind vielversprechend und deuten auf eine Vielzahl potenzieller medizinischer Anwendungen hin. Allerdings befindet sich die Forschung noch in einem frühen Stadium, und die meisten Studien wurden an Tiermodellen oder in vitro durchgeführt. Weitere klinische Studien am Menschen sind notwendig, um die Wirksamkeit und Sicherheit von CBN vollständig zu verstehen.

CBN vs. CBD

Cannabinol (CBN) und Cannabidiol (CBD) sind beide Cannabinoide, die in der Cannabispflanze vorkommen. Obwohl sie viele gemeinsame Eigenschaften haben, unterscheiden sie sich in einigen wichtigen Punkten. Hier ist ein Vergleich der beiden Cannabinoide:

Herkunft und Biosynthese

  • CBN: CBN entsteht durch den Abbau von THC (Tetrahydrocannabinol). Wenn THC oxidiert und sich zersetzt, bildet sich CBN. Dieser Prozess wird durch Licht, Luft und Wärme beschleunigt. Daher findet sich CBN häufig in älteren oder schlecht gelagerten Cannabisprodukten.

  • CBD: CBD entsteht durch die Umwandlung von CBGA (Cannabigerolsäure) in Cannabidiolsäure (CBDA), die dann durch Erhitzung oder Decarboxylierung zu CBD wird. CBD ist in den meisten Cannabissorten in höheren Konzentrationen vorhanden als CBN.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

  • CBN: CBN ist bekannt für seine beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften. Es wird untersucht, ob CBN entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzlindernd wirken kann. Besondere Anwendungsgebiete umfassen die Unterstützung bei Schlafstörungen und Schmerzlinderung.

  • CBD: CBD ist bekannt für seine angstlösenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkungen. Es wird zur Behandlung von Angststörungen, Epilepsie (insbesondere dem Dravet-Syndrom), chronischen Schmerzen, Schlafstörungen und Hauterkrankungen eingesetzt.

Mechanismus der Wirkung

  • CBN: CBN interagiert mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems und hat leichte psychoaktive Effekte. Es hat jedoch eine geringere Affinität zu diesen Rezeptoren als THC. CBN wirkt möglicherweise auch auf andere Rezeptoren, was zu seinen vielfältigen therapeutischen Effekten beiträgt.

  • CBD: CBD hat eine geringe Affinität zu den CB1- und CB2-Rezeptoren, beeinflusst jedoch indirekt das Endocannabinoid-System durch die Hemmung des FAAH-Enzyms, das für den Abbau von Anandamid verantwortlich ist. CBD interagiert auch mit anderen Rezeptoren wie dem 5-HT1A-Serotoninrezeptor und TRPV1-Rezeptoren, was seine angstlösenden und schmerzlindernden Effekte erklärt.

Nebenwirkungen und Sicherheit

  • CBN: Die Forschung zu den Nebenwirkungen von CBN ist noch begrenzt, aber bisherige Studien deuten darauf hin, dass CBN gut verträglich ist und nur wenige Nebenwirkungen hat. Zu den seltenen Nebenwirkungen können Schläfrigkeit und Mundtrockenheit gehören. CBN kann auch mit bestimmten Medikamenten interagieren, weshalb eine Absprache mit einem Arzt empfohlen wird.

  • CBD: CBD ist allgemein gut verträglich, kann aber bei einigen Personen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Durchfall und Veränderungen des Appetits oder Gewichts verursachen. CBD kann auch mit bestimmten Medikamenten interagieren, weshalb eine Absprache mit einem Arzt empfohlen wird.

Verfügbarkeit und Kosten

  • CBN: Da CBN in den meisten Cannabissorten nur in geringen Mengen vorkommt, ist die Gewinnung aufwendiger und teurer. Daher sind CBN-Produkte oft teurer als CBD-Produkte.

  • CBD: CBD ist in höheren Konzentrationen in der Cannabispflanze vorhanden, was die Extraktion einfacher und kostengünstiger macht. CBD-Produkte sind weit verbreitet und in verschiedenen Formen erhältlich, darunter Öle, Kapseln, Cremes und Lebensmittel.

CBN und CBD bieten beide vielfältige therapeutische Vorteile, unterscheiden sich jedoch in ihrer Herkunft, ihren Wirkungsmechanismen und ihren Anwendungsgebieten. Während CBD aufgrund seiner umfangreicheren Forschung und Verfügbarkeit derzeit populärer ist, gewinnt CBN durch seine einzigartigen Eigenschaften und potenziellen Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Beide Cannabinoide haben das Potenzial, eine wichtige Rolle in der zukünftigen medizinischen Forschung und Behandlung zu spielen.

Rechtliche Lage

In Deutschland ist CBN derzeit nicht als Betäubungsmittel eingestuft und fällt daher nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). CBN-Produkte, die weniger als 0,2% THC enthalten, sind legal und können frei verkauft werden. Dies bedeutet, dass CBN-Öle, -Kapseln, -Kosmetikprodukte und andere CBN-haltige Produkte legal erworben und verwendet werden dürfen, solange sie die THC-Grenze einhalten. Es ist jedoch wichtig, dass die Produkte aus zertifizierten Hanfsorten gewonnen werden, die im EU-Sortenkatalog zugelassen sind.

Fazit

Cannabinol (CBN) ist ein vielversprechendes Cannabinoid mit potenziellen gesundheitlichen Vorteilen, darunter beruhigende, schlaffördernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Es könnte insbesondere bei Schlafstörungen, chronischen Schmerzen und entzündlichen Erkrankungen hilfreich sein.

Cannabidiol (CBD) hingegen ist bereits gut erforscht und bekannt für seine angstlösenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkungen. CBD wird erfolgreich zur Behandlung von Angststörungen, Epilepsie, chronischen Schmerzen und Hauterkrankungen eingesetzt.

Während CBN an Bedeutung gewinnt, bleibt CBD aufgrund seiner umfassenderen Anwendungsmöglichkeiten und der stärkeren wissenschaftlichen Unterstützung die bevorzugte Wahl. Die Kombination von CBD und CBN könnte jedoch zusätzliche therapeutische Vorteile bieten. Für Verbraucher, die von den vielfältigen Wirkungen der Cannabispflanze profitieren möchten, sind die CBD-Produkte in unserem Onlineshop eine sichere und effektive Wahl.


FAQ

Ist CBN berauschend?

CBN ist nur leicht psychoaktiv und hat sehr milde berauschende Effekte im Vergleich zu THC. CBN wird hauptsächlich für seine beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften geschätzt.

Was ist stärker, CBD oder CBN?

Die Stärke von CBD und CBN hängt von der gewünschten Wirkung ab. CBD ist bekannt für seine angstlösenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekte, während CBN besonders für seine beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften geschätzt wird. Beide Cannabinoide bieten einzigartige Vorteile und ergänzen sich gut in ihrer Wirkung.

 

Quellen und Studien

¹ Bonn-Miller, M. O., Feldner, M. T., Bynion, T. M., Eglit, G. M. L., Brunstetter, M., Kalaba, M., Zvorsky, I., Peters, E. N., & Hennesy, M. (2022). A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Study of the Safety and Effects of CBN With and Without CBD on Sleep Quality. Experimental and Clinical Psychopharmacology, 30(5), 441-450. Download vom 16. Mai 2024, von [Quelle

² Wong, H., & Cairns, B. E. (2019). Cannabidiol, cannabinol and their combinations act as peripheral analgesics in a rat model of myofascial pain. Archives of Oral Biology, 104, 33-39. Download vom 16. Mai 2024, von [Quelle

³ Turcotte, C., Blanchet, M.-R., Laviolette, M., & Flamand, N. (2016). The CB2 receptor and its role as a regulator of inflammation. Cellular and Molecular Life Sciences, 73(23), 4449-4470. Download vom 16. Mai 2024, von [Quelle

⁴ Farrimond, J. A., Whalley, B. J., & Williams, C. M. (2012). Cannabinol and cannabidiol exert opposing effects on rat feeding patterns. Psychopharmacology, 223(1), 117-129. Download vom 16. Mai 2024, von [Quelle

Appendino, G., Gibbons, S., Giana, A., Pagani, A., Grassi, G., Stavri, M., ... & Rahman, M. M. (2008). Antibacterial Cannabinoids from Cannabis sativa: A Structure-Activity Study. Journal of Natural Products, 71(8), 1427-1430. Download vom 16. Mai 2024, von [Quelle

⁶ Liang, Z., Soriano-Castell, D., Kepchia, D., Duggan, B. M., Currais, A., Schubert, D., & Maher, P. (2022). Cannabinol inhibits oxytosis/ferroptosis by directly targeting mitochondria independently of cannabinoid receptors. Download vom 16. Mai 2024, von [Quelle

 

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