Hanfpflanze

Terpene - Definition & Wirkung

Geposted von Lukas Beckmann am

Was sind Terpene und wo kommen sie vor?

Terpene sind eine große Gruppe von chemischen Verbindungen, die in vielen Pflanzen und sogar einigen Insekten vorkommen. Sie sind organische Verbindungen, die aus dem Grundbaustein Isopren aufgebaut sind. Terpene sind für den charakteristischen Geruch und Geschmack vieler Pflanzenarten verantwortlich. Der charakteristische Hanf-Duft ist also das Ergebnis der einzigartigen Terpenmischung der Hanfpflanze. Aber Terpene können mehr als einfach nur duften: Sie unterstützen auch die positive Wirkung von CBD und weiteren Cannabinoiden. Sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Fressfeinden und bei der Anziehung von Bestäubern. Terpene haben eine breite Palette von biologischen Aktivitäten und werden in verschiedenen Branchen genutzt. Sie werden beispielsweise in der Parfüm- und Kosmetikindustrie verwendet, um Duftstoffe zu erzeugen. In der Lebensmittelindustrie werden sie zur Aromatisierung von Lebensmitteln eingesetzt. Terpene haben auch pharmakologische Eigenschaften und werden in der Medizin zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet. Es gibt über 30.000 verschiedene Terpene, welche alle in ihrer Struktur und Funktion variieren. Jedes Terpen hat seine eigene charakteristische Duftnote und kann verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweisen. 

Früchte und Blumen auf Tischdecke

Wie wirken Terpene auf uns Menschen?

Terpene können auf verschiedene Weisen auf den Menschen wirken. Sie können unter anderem in Form von ätherischen Ölen über den Geruchssinn oder über die Haut bzw. Schleimhaut aufgenommen werden. Einige Terpene können dabei eine entspannende, beruhigende oder erhebende Wirkung haben und Stimmungen beeinflussen. Zum Beispiel kann das Terpen Linalool, das in Lavendel vorkommt, beruhigend und entspannend wirken.

Darüber hinaus haben Terpene auch pharmakologische Eigenschaften und können verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Einige Terpene besitzen entzündungshemmende, schmerzlindernde oder antimikrobielle Eigenschaften. Ein bekanntes Beispiel ist das Terpen Beta-Caryophyllen, das in Schwarzem Pfeffer vorkommt und entzündungshemmende Eigenschaften hat.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass Terpene synergistisch mit anderen Verbindungen interagieren können, wie zum Beispiel mit Cannabinoiden in der Cannabispflanze. Der sogenannte Entourage-Effekt besagt, dass Terpene in Kombination mit anderen Verbindungen, wie bspw. CBD und anderen Cannabinoiden, die pharmakologischen Wirkungen verstärken oder modulieren können.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Wirkungen von Terpenen auf den Menschen noch umfassend erforscht werden müssen. Die Forschung konzentriert sich auf ihre potenziellen gesundheitlichen Vorteile, einschließlich ihrer Anwendung in der Naturheilkunde und Aromatherapie. Es ist jedoch ratsam, weitere wissenschaftliche Erkenntnisse abzuwarten, bevor definitive Aussagen über die Wirkungen von Terpenen getroffen werden können.

Cannabis Terpene - Geruch, Geschmack & Wirkung 

 Terpen Kommt vor in Geruch & Geschmack Wirkung
Humelen
Cannabis, 
Basilikum, Oregana, Rosmarin, schwarzer Kümmel, Lavendel, Zimt
würzig, erdig fördern das Abnehmen, unterdrücken den Appetit
Caryophyllen Cannabis, schwarzer Pfeffer, Basilikum, Rosmarin, Nelken, Kümmel, Zimt würzig, pfeffrig
wirken schlaffördernd, krampflösend, schmerzlindernd, angstlösend
Limonen Cannabis, Zitrusfrüchte, Anis, Koriander, Sellerie, Wacholder, Pfefferminze fruchtig, frisch
wirken stimmungsaufhellend, euphorisierend, stressabbauend
Linalool Cannabis, Rosen, Basilikum, Muskat, Zimt, Koriander  blumig, süß
wirken sedierend und entspannend, immunverstärkend
Pinene Cannabis, Nadelhölzer,  Orangenschalen, Dill, Rosmarin, Petersilie, Basilikum
würzig, erdig
wirken entzündungshemmend, antiseptisch, entkrampfend
Myrcen Cannabis, Mango, Pfefferminze, Salbei, Hopfen sehr vielfältig - von erdig bis frisch
wirken beruhigend, schmerzlindernd

 

Terpene und CBD

Hanf beinhaltet verschiedene Cannabinoide - unter anderem CBD (Cannabidiol) - und Terpene. Der sogenannte Entourage-Effekt besagt, dass genau diese verschiedenen Verbindungen in der Cannabispflanze synergistisch zusammenwirken und dadurch die individuellen Wirkungen verstärkt oder moduliert werden können. Vereinfacht gesagt wirkt die Pflanze als Ganzes besser als die einzelnen Bestandteile alleine. Terpene können die Art und Weise beeinflussen, wie CBD im Körper aufgenommen wird und wie es sich auf den Organismus auswirkt. Sie können die Blut-Hirn-Schranke überwinden und so die Aufnahme von CBD ins Gehirn erleichtern. Darüber hinaus können Terpene auch die Bindung von CBD an Rezeptoren im Körper beeinflussen und dadurch seine pharmakologische Wirkung verstärken. Somit können Hanfextrakte, die nicht nur isoliertes CBD, sondern auch wertvolle Terpene enthalten, eine bessere Wirkung entfalten, als CBD alleine. Deshalb bieten wir bei Hanfgeflüster grundsätzlich Vollspektrum CBD Öle an, bei denen genau das der Fall ist. 

Blumen in Gläsern

 

Fazit

Soweit wir heute wissen, ist die potenzielle Terpenen-Wirkung sehr vielversprechend. Diese organischen, natürlich vorkommenden Verbindungen bieten einen großen therapeutischen Nutzen für ihre Verwender und werden seit tausenden Jahren von Kulturen auf der ganzen Welt aufgrund ihrer positiven Eigenschaften verwendet. Der Schlüssel liegt jedoch nicht allein in den chemischen Verbindungen, sondern in der Wechselwirkung mit anderen Wirkstoffen der Cannabis-Pflanzen. Cannabinoide und Terpene können ihre Wirkung gegenseitig erweitern und stärken. Alle Bestandteile gehen also eine Synergie ein, durch die beide ihre spezielle Wirkung je nach Kombination der Bestandteile entfalten. Durch die selektive Züchtung können Cannabissorten mit optimierten Terpenen- und Cannabinoid-Profilen entstehen, um spezifisch auf bestimmte Krankheitsbilder abgestimmt zu sein.

 

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