Hand reicht eine Tasse mit Tee

CBD bei Erkältung: Schnupfen und Co. natürlich lindern

Geschrieben von Lena Grammling

Aktualisiert am

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Lesezeit 6 min

Ganz ehrlich: Wer ist schon gern erkältet? Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit - es nervt. Meistens kommen Erkältungen zudem immer richtig ungelegen, wenn man eigentlich gar keine Zeit hat, krank zu sein.

Möchte man bei Schnupfen und Co. nicht gleich zu Medikamenten greifen, bleiben oft nur Hausmittel, um die Symptome zu bekämpfen. So eine Hühnersuppe tut zwar gut, aber hilft sie wirklich? In den letzten Jahren hat sich aber noch ein ganz anderer Wirkstoff im Kampf gegen die gemeine Erkältung etabliert: Cannabidiol (CBD) - ein nicht-psychoaktiver Stoff aus der Hanfpflanze.

In diesem Artikel erfährst du, wie CBD bei Erkältung helfen könnte und wie du es am besten einsetzt.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste im Überblick

Auch CBD kann eine Erkältung nicht heilen. Aber: Es  lindert typische Symptome wie Schmerzen, Entzündungen und Schlafprobleme.

CBD unterstützt das Endocannabinoid- und Immunsystem, ohne psychoaktiv zu wirken oder abhängig zu machen.

In Kombination mit klassischen Hausmitteln und ausreichend Ruhe  kann CBD helfen, eine Erkältung angenehmer zu überstehen und die Regeneration zu beschleunigen.

CBD - Wirkstoff aus der Cannabispflanze

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, eines von über einhundert bisher bekannten Cannabinoiden, also Stoffen aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa). Während sein bekannterer Bruder THC high macht und abhängig machen kann, besteht bei CBD keine Gefahr, berauscht zu werden. Auch eine Abhängigkeit ist nicht möglich.

In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern sind CBD-Produkte völlig legal erhältlich, vorausgesetzt, der THC-Gehalt überschreitet die Grenze von 0,2% nicht. Die Produkte von Hanfgeflüster enthalten weniger als 0,1% THC, um psychoaktive Effekte sicher auszuschließen.

CBD wirkt über das sogenannte Endocannabinoid-System ( ECS). Dabei handelt es sich um ein riesiges System aus Rezeptoren und Enzymen, das an verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt ist, darunter Schlaf, Schmerzempfinden, Immunreaktionen, Stimmung und Entzündungsregulation.

Falls das für dich schon irgendwie nach Erkältung klingt, bist du auf jeden Fall auf der richtigen Fährte.

Erkältung: So entstehen die Symptome

Eine typische Erkältung oder grippaler Infekt wird in den meisten Fällen durch Viren ausgelöst, vor allem durch Rhino- oder Adenoviren. Auch Corona-Viren sind häufige Übeltäter. (Zu dieser Gruppe gehört auch das Coronavirus SARS-CoV-2.) Influenza-Viren lösen die echte Grippe aus, wobei auch hier ähnliche Symptome wie bei einer Erkältung auftreten können.

Besonders häufig sind Erkältungen in Herbst und Winter, aber auch eine Sommererkältung - oft ausgelöst durch zu stark eingestellte Klimaanlagen - kommt nicht selten vor. Eine Erkältung betrifft meist die oberen Atemwege besonders stark. In der Regel verläuft sie harmlos, ist aber ziemlich unangenehm.

Typische Symptome sind:

  • Schnupfen/Niesen und verstopfte Nase

  • Halskratzen und Heiserkeit

  • Husten (trocken oder produktiv, also eher "feucht" mit Schleimproduktion)

  • Kopf- und Gliederschmerzen

  • Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl

  • Leichtes Fieber

Eine Erkältung verschwindet recht schnell von allein. Trotzdem kann es natürlich angenehm sein, die Symptome zu lindern und den Körper bei der Regeneration zu unterstützen. Auftritt CBD!

So wirkt CBD bei Erkältung

Eins vorab: CBD ist kein Medikament gegen Erkältungsviren. Gegen die ist nämlich kaum ein Kraut gewachsen. CBD bekämpft also nicht die Ursache der Erkältung und zaubert sie auch nicht weg. Das können Medikamente aus der Apotheke aber auch nicht, weil Viren sich nicht mit Mitteln wie beispielsweise Antibiotika bekämpfen lassen.

CBD könnte aber helfen, typische Erkältungssymptome zu lindern und so die Zeit bis zum Abklingen der Erkrankung angenehmer zu machen. Und zwar so:

1. CBD hemmt Entzündungen

Entzündungen spielen bei vielen Erkältungssymptomen eine zentrale Rolle, z.B. bei gereizten Schleimhäuten der Nase oder bei Halsschmerzen. Studien deuten darauf hin, dass Cannabinoide wie THC und CBD entzündungshemmend auf das Immunsystem wirken, weil sie bestimmte Botenstoffe (Zytokine) hemmen. Zudem soll CBD als natürliches "Expektorans" wirken, also dabei helfen, Schleim aus den Atemwegen zu lösen.

2. CBD unterstützt das Immunsystem

Unser Endocannabinoid-System ist wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge eng mit unserem Immunsystem verknüpft. CBD reguliert das ECS und damit zugleich unsere Immunantwort. Das heißt aber nicht, dass CBD das Immunsystem runterregelt, ganz im Gegenteil. Es unterstützt das Immunsystem dabei, angemessen auf Eindringlinge zu reagieren.

3. CBD lindert Schmerzen

Der Kopf tut weh, der Hals brennt, die Glieder ebenso: Die Schmerzen, die mit Erkältungen einhergehen, sind sicher eines des unangenehmsten Symptome. CBD kann Studien zufolge Schmerzen sehr effektiv lindern - vermutlich auch wieder wegen der Wirkung auf das ECS, das ja auch am Schmerzempfinden beteiligt ist. Auch viele Anwender berichten von einer entspannenden und schmerzstillenden Wirkung von CBD.

4. CBD fördert Schlaf und Erholung

Schlaf ist oft das beste Hausmittel bei einer Erkältung. Leider helfen geschwollene Nase, Husten und Co. oft nicht gerade beim Ein- und Durchschlafen. CBD wirkt beruhigend und hilft, besser ein- und ruhiger durchzuschlafen. Tagsüber hilft CBD, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Betroffene fühlen sich weniger abgeschlagen und können trotz Erkältung besser ihren Alltag bestreiten.

5. CBD lindert Stress

Stress ist einer der Hauptfaktoren für ein geschwächtes Immunsystem. Und ein geschwächtes Immunsystem nimmt jede Erkältungswelle mit. CBD kann helfen, diesen Stress zu reduzieren. Das hilft nicht nur dem Heilungsprozess bei einer akuten Erkältung, sondern verhindert bei langfristiger Einnahme auch, dass du bei der nächsten Welle gleich wieder krank wirst.

Diese CBD-Produkte eignen sich bei Erkältung

CBD ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Welche sinnvoll ist, hängt von deinen individuellen Vorlieben und Symptomen ab.

CBD-Öl

CBD-Öl gehört zu den beliebtesten Formen, vor allem Vollspektrum-Öl. Es wird meist sublingual (unter die Zunge) getropft und dort für etwa 30–60 Sekunden gehalten. Dadurch kann das CBD relativ schnell über die Schleimhäute aufgenommen werden.

CBD-Salben und -Balsame

Bei Muskel- oder Gliederschmerzen können CBD-haltige Salben lokal angewendet werden. Sie wirken nicht systemisch, sondern gezielt an der betroffenen Stelle.

Cannabis bei Erkältung?

Zwar gibt es Berichte, die einen positiven Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cannabis (mit THC) und dem Immunsystem herstellen. So kann Cannabis eine überaktive Immunantwort dämpfen und beispielsweise Allergien lindern. Auch bei einer Erkältung könnte sich der Konsum von Cannabis also theoretisch (!) positiv auswirken. Aber: Cannabis hat sehr viele Nebenwirkungen, die CBD-Öl nicht hat.

Der Konsum von Cannabis bei einer Erkältung kann - wenn das Cannabis geraucht oder verdampft wird - Atemwegsbeschwerden verschlimmern, da die Atemwege durch den Cannabisrauch zusätzlich gereizt werden. Hinzu kommen psychoaktive Effekte durch das enthaltene THC, die sich sicher die wenigsten bei einer Erkältung wünschen. CBD hingegen wirkt nicht psychoaktiv und stattdessen sanft regulierend auf das Immunsystem.

Dosierung von CBD gegen Erkältungen

Die Dosierung von CBD ist grundsätzlich sehr individuell. Faktoren wie Körpergewicht, individuelle Empfindlichkeit, die Konzentration deines Produkts und die Intensität deiner Symptome spielen eine Rolle.

Die allgemeine Regel besagt "Start low, go slow". Starte also mit einer geringen Konzentration und wenigen Tropfen (z.B. 5 mg CBD pro Tag) und steigere dich langsam, bis du eine Besserung spürst. Unser Dosierungsrechner hilft dir, die passende Startdosis zu finden.

Bei akuten Beschwerden kannst du auch mit einer etwas höheren Dosis starten (z.B. 10 mg pro Tag). Reduziere die Dosis aber wieder, wenn du störende Nebenwirkungen wie leichte Verdauungsbeschwerden oder Mundtrockenheit wahrnimmst.

Regelmäßig eingenommen kann CBD dein Immunsystem stärken und hilft dir so, zukünftig weniger häufig von Infektionen betroffen zu sein.

Nimmst du bereits andere Medikamente ein (Erkältungsmittel oder andere Medikamente), besprich dich bitte vorab mit deinem Arzt. Der Grund: CBD kann mit Arzneimitteln wechselwirken, die über die Leber verstoffwechselt werden.

CBD in Kombination mit anderen Mitteln

CBD ist ein natürliches Mittel - und wirkt nicht mit der Brechstange wie klassische Medikamente. Kombiniere es deshalb am besten mit weitere natürlichen Ansätzen, um die optimale Wirkung gegen deine Erkältung zu erzielen. Dazu gehören:

  • Ausreichend Schlaf und Ruhe

  • Viel Flüssigkeit (Wasser, Kräutertees)

  • Ausgewogene Ernährung und unterstützende Pflanzenstoffe wie Kurkuma

  • Frische Luft und moderate Bewegung

  • Klassische Hausmittel wie Dampfbäder oder warme Wickel

Mach es dir gemütlich, pack dich warm ein und gönn dir eine wärmende Hühnersuppe. CBD unterstützt dich dabei, dich gut um dich zu kümmern und dein Immunsystem sanft zu unterstützen. So überstehst du die nächste Erkältung entspannter und schützt dich auf lange Sicht vor Infektionen.

Tee mit Ingwer und Zitrone

Fazit: CBD zur Linderung von Erkältungen

CBD ist kein Wundermittel und zaubert die Erkältung nicht einfach weg. Aber: Es unterstützt den Körper dort, wo er während eines Infekts besonders gefordert ist: bei Entzündungen, Schmerzen und Schlafmangel.

Durch seine regulierende Wirkung auf das Endocannabinoid-System hilft CBD, Erkältungssymptome abzumildern und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Besonders für Menschen, die eine sanfte Unterstützung suchen, ist CBD der ideale, natürliche Begleiter für die Erkältungszeit.