CBD Wirkung Gehirn - Wie beeinflusst CBD unser Gehirn?

CBD Wirkung Gehirn - Wie beeinflusst CBD unser Gehirn?

Geposted von Lena Grammling am

CBD hat sich inzwischen als wertvolle natürliche Option in der Gesundheitsförderung etabliert, dennoch herrscht bei vielen Unsicherheit über seine spezifische Wirkung auf das Gehirn. Als Experten für CBD möchten wir in diesem Blog Artikel Licht ins Dunkel der wissenschaftlichen Erkenntnisse bringen. Wir möchten dir aufzeigen, wie CBD auf positive Weise mit dem Gehirn interagiert und dadurch mögliche therapeutische Vorteile für eine breite Palette neurologischer und psychischer Zustände eröffnet.

Was ist CBD?

CBD (Cannabidiol) ist eine chemische Verbindung, die in der Cannabispflanze vorkommt. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol), der bekanntesten psychoaktiven Substanz in Cannabis, verursacht CBD keine psychoaktiven Effekte - macht also nicht “high”. Stattdessen wird CBD für seine potenziellen therapeutischen Eigenschaften geschätzt.

Wie wirkt CBD auf das Gehirn?

Die Wirkung von CBD auf das Gehirn ist ein vielschichtiges Phänomen, das sowohl direkte Interaktionen mit verschiedenen Rezeptorsystemen als auch die Beeinflussung des Endocannabinoid-Systems (ECS) umfasst. Diese Mechanismen bieten ein breites Spektrum an potenziellen therapeutischen Anwendungen für eine Vielzahl von neurologischen und psychischen Erkrankungen.

Direkte Interaktion mit dem Gehirn ¹

  • Serotonin-Rezeptoren: CBD kann positiv auf Serotonin-Rezeptoren im Gehirn einwirken, was bedeutend für die Regulation von Stimmung und Angstzuständen ist.
  • Vanilloid-Rezeptoren: Durch die Beeinflussung von Vanilloid-Rezeptoren, die an der Schmerzregulation beteiligt sind, kann CBD bei der Behandlung von Schmerzen und Entzündungen hilfreich sein. Diese Rezeptoren sind Teil des umfangreicheren Nervensystems, das sowohl das zentrale als auch das periphere Nervensystem umfasst, wodurch das Potenzial von CBD zur Schmerzbehandlung unterstrichen wird.
  • GABA-System: Die Modulation des GABA-Systems, das eine Schlüsselrolle bei der Angstregulierung spielt, unterstreicht das Potenzial von CBD, als natürliches Anxiolytikum zu wirken.
  • Neuroprotektion und Entzündungshemmung: Die antioxidativen Eigenschaften von CBD und seine Fähigkeit, entzündungshemmend zu wirken, bieten Möglichkeiten für die Behandlung und Prävention neurodegenerativer Erkrankungen.

Wechselwirkung mit dem Endocannabinoid-System ²

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein komplexes Netzwerk von Rezeptoren, Enzymen und endogenen Cannabinoiden, das eine zentrale Rolle in der Aufrechterhaltung der körperlichen Balance und Gesundheit spielt. Es ist im gesamten Körper, einschließlich des Gehirns und des Nervensystems, verteilt und beteiligt sich an der Regulation wichtiger Funktionen und Prozesse wie Schmerzwahrnehmung, Stimmungsregulation, Appetit, Schlaf und Immunfunktion. Durch die Interaktion mit dem ECS können Cannabinoide wie CBD und THC die Aktivität dieser Systeme modulieren, wobei CBD speziell dazu beiträgt, die körpereigene Balance zu fördern und zu erhalten. CBD wirkt hierbei indirekt auf die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2, was die Homöostase im ECS fördert und damit potenziell verschiedene Gehirnfunktionen und -zustände reguliert.

Einfluss auf andere Neurotransmittersysteme ³

Neben der direkten Interaktion mit dem ECS beeinflusst CBD auch andere wichtige Neurotransmittersysteme, darunter das Serotoninsystem, was seine Wirkung auf Stimmung und Angst weiter verstärken kann. Zusätzlich interagiert CBD indirekt mit dem Dopaminsystem, ein Schlüsselfaktor für Belohnung, Motivation und Freude. Durch diese vielschichtige Beeinflussung kann CBD potenziell die Dopaminaktivität modulieren, was Implikationen für die Behandlung von Zuständen wie Parkinson, Schizophrenie und Abhängigkeit haben kann.

Diese komplexen Wechselwirkungen zwischen CBD, dem ECS und anderen Neurotransmittersystemen im Gehirn verdeutlichen, wie vielseitig CBD potenziell in der Behandlung und Unterstützung bei neurologischen und psychischen Erkrankungen sein kann. CBD bietet ein breites Spektrum an möglichen therapeutischen Anwendungen, die auf seinen einzigartigen Wirkmechanismen im Gehirn basieren.

Bei welchen Krankheiten kann CBD helfen?

Nachdem wir die Wirkung von CBD auf das Gehirn beleuchtet haben, findest du nachfolgend eine Übersicht über spezifische Krankheiten und Zustände, bei denen das Zusammenspiel von CBD und dem Gehirn besonders relevant sein kann:

Schlafstörungen ³

Durch seine angstlösenden Effekte und die Fähigkeit, den Schlaf-Wach-Zyklus zu regulieren, kann CBD Personen mit Schlafstörungen helfen, einen ruhigeren und tieferen Schlaf zu finden.

Angststörungen ⁴

CBD kann helfen, Angstsymptome zu reduzieren, indem es die Serotoninrezeptoren im Gehirn beeinflusst. Es wird oft als Ergänzung zu traditionellen Behandlungen wie Psychotherapie und Medikation verwendet.

Depressionen ⁵

Ähnlich wie bei Angststörungen kann CBD potenziell die Stimmung verbessern durch seine Interaktionen mit dem Serotoninsystem. Es wird als ergänzende Behandlung bei Depressionen in Verbindung mit etablierten Therapien wie Antidepressiva und kognitiver Verhaltenstherapie betrachtet.

Psychosen und Schizophrenie ⁶ ⁷ 

CBD zeigt Versprechen als ergänzende Behandlung bei Psychosen und Schizophrenie, insbesondere durch die mögliche Verringerung von psychotischen Symptomen und die geringeren Nebenwirkungen im Vergleich zu traditionellen Antipsychotika.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ⁷

CBD kann bei PTBS-Patienten durch die Reduzierung von Angstsymptomen, die Verbesserung des Schlafs und die Verringerung von wiederkehrenden Albträumen hilfreich sein, was es zu einer potenziell wertvollen Ergänzung zur Standardtherapie macht.

Neurodegenerative Erkrankungen (z.B. Alzheimer ⁷, Parkinson ⁸)

Die neuroprotektiven Eigenschaften von CBD können bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen nützlich sein. Die Forschung untersucht derzeit, wie CBD Entzündungen reduzieren, die Bildung von Plaques verhindern und die Gehirnfunktion unterstützen kann.

Epilepsie ⁹

CBD hat sich als besonders wirksam bei der Behandlung von bestimmten Formen schwer behandelbarer Epilepsie, einschließlich des Dravet-Syndroms und des Lennox-Gastaut-Syndroms, erwiesen. Es wird oft in Form von Epidiolex, einem von der FDA zugelassenen Medikament, eingesetzt.

Die Forschung zu CBD und seinen Anwendungen bei diesen Zuständen ist weiterhin im Gange, und obwohl die bisherigen Ergebnisse vielversprechend sind, ist es wichtig, immer einen Facharzt zu konsultieren, bevor man CBD Produkte als Teil eines Behandlungsplans in Betracht zieht.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei der CBD Einnahme?

Wie bei jedem Wirkstoff sollte man sich vor der CBD Einnahme mit potenziellen Risiken und Nebenwirkungen auseinandersetzen.

Bei der Einnahme von CBD können Nebenwirkungen auftreten, obwohl es im Allgemeinen als mild und gut verträglich angesehen wird.

"CBD besitzt im Allgemeinen ein gutes Sicherheitsprofil und wird gut vertragen", so die Weltgesundheitsorganisation WHO ¹⁰

Es ist wichtig zu beachten, dass Nebenwirkungen von Person zu Person unterschiedlich sein können und nicht bei jedem auftreten. Die Nebenwirkungen können eintreten, sobald das CBD zu wirken beginnt und hören dann für gewöhnlich auch von alleine wieder auf, sobald die Wirkung des CBDs im Körper nachlässt. Folgende Nebenwirkungen sind möglich:

  • Mundtrockenheit
  • Müdigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Magen-Darm-Beschwerden

Erfahre in unserem Blog Artikel zum Thema Nebenwirkungen von CBD, wie du das Risiko von Nebenwirkungen minimieren kannst.

Spezifische Bedenken bestehen hinsichtlich der Anwendung von CBD während Schwangerschaft und Stillzeit, aufgrund begrenzter Daten und möglichem Entwicklungsrisiko für das Baby. Auch bei Kindern und Jugendlichen ist Vorsicht geboten, da die Auswirkungen von CBD auf das sich entwickelnde Gehirn noch nicht klar sind. 

Auch wenn du bereits andere Medikamente einnimmst, solltest du die CBD Einnahme mit einer Fachperson abstimmen, um potenzielle Wechselwirkungen zu vermeiden.

Anders als THC gilt CBD nicht als suchterzeugend, und es gibt keine bekannten Abhängigkeits- oder Entzugserscheinungen. Die langfristigen Effekte von CBD sind allerdings noch nicht vollständig verstanden, und es besteht Bedarf an weiterer Forschung.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CBD eine vielversprechende natürliche Option in der Förderung der geistigen Gesundheit darstellt, indem es eine positive Wirkung auf das Gehirn ausübt. Durch seine Fähigkeit, mit dem Endocannabinoid-System sowie anderen wichtigen Neurotransmittersystemen zu interagieren, bietet CBD ein Potenzial zur Behandlung und Unterstützung bei einer Vielzahl neurologischer und psychischer Erkrankungen. Obwohl es noch viel zu erforschen gibt, deuten die bisherigen Erkenntnisse darauf hin, dass CBD eine wertvolle Ergänzung zur herkömmlichen medizinischen Behandlung sein könnte, besonders für diejenigen, die natürliche Therapieoptionen bevorzugen. Wichtig ist jedoch, die CBD Einnahme mit einer Fachperson abzustimmen, falls bereits andere Medikamente eingenommen werden.

  

Quellen und Studien

¹ Batalla, A., Bos, J., Postma, A., Bossong, M.G. (2021). The Impact of Cannabidiol on Human Brain Function: A Systematic Review. Frontiers in Pharmacology. 11, Artikel 618184. Download vom 9. April 2024, von [Quelle

² Leinow, L. & Birnbaum, J. (2019). Heilen mit CBD. Das wissenschaftlich fundierte Handbuch zur medizinischen Anwendung von Cannabidiol. Riva Verlag: München.

³ De Gregorio, D., McLaughlin, R.J., Posa, L., Ochoa-Sanchez, R., Enns, J., Lopez-Canul, M., Aboud, M., Maione, S., Comai, S., Gobbi, G. (2019). Cannabidiol modulates serotonergic transmission and reverses both allodynia and anxiety-like behavior in a model of neuropathic pain. Download vom 9. April 2024, von [Quelle]

⁴ Blessing, E.M., Steenkamp, M.M., Manzanares, J., Marmar, C.R. (2015). Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Download vom 9. April 2024, von [Quelle

⁵ de Mello Schier, A.R., de Oliveira Ribeiro, N.P., Coutinho, D.S., Machado, S., Arias-Carrión, O., Crippa, J.A., Zuardi, A.W., Nardi, A.E., Silva, A.C. (2014). Antidepressant-like and anxiolytic-like effects of cannabidiol: a chemical compound of Cannabis sativa. Download vom 9. April 2024, von [Quelle

⁶ van Boxel, R., Gangadin, S.S., Janssen, H., van der Steur, S., van der Vinne, L.J.C., Dortants, L., Pelgrim, T.A.D., Draisma, L.W.R., Tuura, R., van der Meer, P., Batalla, A., Bossong, M.G. (2023). The impact of cannabidiol treatment on resting state functional connectivity, prefrontal metabolite levels and reward processing in recent-onset patients with a psychotic disorder. Download vom 9. April 2024, von [Quelle

⁷ Bloomfield, M.A.P., Green, S.F., Freeman, T.P. et al. (2020). The effects of acute cannabidiol on cerebral blood flow and its relationship to memory: An arterial spin labelling magnetic resonance imaging study. Download vom 9. April 2024, von [Quelle

⁸ Patricio, F., Morales-Andrade, A.A., Patricio-Martínez, A., Limón, I.D. (2020). Cannabidiol as a Therapeutic Target: Evidence of its Neuroprotective and Neuromodulatory Function in Parkinson’s Disease. Download vom 9. April 2024, von [Quelle

⁹ Gaston, T.E., Ampah, S.B., Bebin, E.M., Grayson, L.P., Cutter, G.R., Hernando, K., Szaflarski, J.P.; UAB CBD Program. (2021). Long-term safety and efficacy of highly purified cannabidiol for treatment refractory epilepsy. Download vom 9. April 2024, von [Quelle

¹⁰ WHO. Cannabidiol (CBD). Critical Review Report. Download vom 23. Januar 2024. [Quelle]

 

Medizinischer Haftungsausschluss

 

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