
Cannabinoid-Rezeptoren: Das tun CB1 und CB2 wirklich in deinem Körper
|
Lesezeit 6 min
Kostenlose Lieferung ab 59€ 🚚
|
Lesezeit 6 min
Das Endocannabinoid-System (ECS) des menschlichen Körpers ist ein komplexes Netzwerk von Rezeptoren, Signalmolekülen und Enzymen, das eine zentrale Rolle bei der Regulierung zahlreicher physiologischer Prozesse spielt. Von der Schmerzempfindung über das Immunsystem bis hin zur Beeinflussung unserer Stimmung spielt das ECS viele Rollen in unserem täglichen Leben.
Im Zentrum des Systems stehen die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2, die mit körpereigenen (endogenen) und externen Cannabinoiden (z.B. CBD, THC) interagieren. Doch wie genau funktionieren diese Rezeptoren, und warum sind sie für unsere Gesundheit so wichtig?
In diesem Artikel werfen wir einen umfassenden Blick auf die verschiedenen Cannabinoid-Rezeptoren und ihre Bedeutung. Wir erklären, welche Cannabinoide an welchen Rezeptoren wirken und stellen aktuelle Ergebnisse aus der Cannabinoid-Forschung vor.
Inhaltsverzeichnis
CB1 und CB2 sind die zentralen Rezeptoren im Endocannabinoid-System (ECS) . Das ECS reguliert bei allen Wirbeltieren das Gleichgewicht im Körper .
Cannabinoide wie THC und CBD interagieren ähnlich wie körpereigene Cannabinoide mit den Rezeptoren und beeinflussen so Stress, Schmerzempfinden, Entzündungen und vieles mehr.
Die Forschung untersucht mit großem Interesse, wie sich CB1- und CB2-Rezeptoren gezielt beeinflussen lassen. Gelingt dies, könnte das die Medizin revolutionieren , von der Schmerztherapie bis zur allgemeinen Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit.
Hochwertige CBD Öle von hanfgeflüster
Das ECS ist ein evolutionär altes Regulierungssystem, das bei allen Wirbeltieren, einschließlich uns Menschen, vorkommt. Es besteht aus drei Hauptkomponenten:
Cannabinoidrezeptoren ( CB1 und CB2) sind Bindungsstellen für Cannabinoide wie THC, CBD und andere.
Endocannabinoide: Moleküle wie Anandamid und 2-Arachidonylglycerol (2-AG), die körpereigene Signale an die Rezeptoren senden. (Der Begriff "Endo" verweist darauf, dass diese Cannabinoide körpereigen sind.)
Enzyme: Sie bauen Endocannabinoide nach Gebrauch wieder ab.
Die Hauptaufgabe des ECS besteht darin, die Homöostase aufrechtzuerhalten, also das Gleichgewicht im Körper. Dieses Gleichgewicht ist entscheidend für Funktionen wie:
Entzündungshemmung
Stressbewältigung
Schlafregulierung
CB1-Rezeptoren sind hauptsächlich im zentralen Nervensystem (ZNS) zu finden, also im Gehirn (vor allem im Hippocampus) und Rückenmark. Dort beeinflussen sie die Signalübertragung zwischen Neuronen und spielen eine zentrale Rolle bei der Kontrolle motorischer Fähigkeiten, Gedächtnis und Lernen, Appetitregulierung und Schmerzempfinden.
CB2-Rezeptoren befinden sich hauptsächlich im Immunsystem und in peripheren Geweben wie Haut und Organen. Sie sind für die Regulation von entzündlichen und immunologischen Prozessen zuständig.
Das körpereigene Cannabinoidsystem scheint evolutionär sehr alt zu sein - darauf deutet unter anderem der Fakt hin, dass es bei allen Wirbeltieren vorkommt, einschließlich Säugetieren, Vögeln, Fischen und sogar Reptilien. Evolutionär gesehen dienen Endocannabinoide dazu, lebenswichtige Funktionen zu regulieren und auf Stressoren zu reagieren. Bei stofflichen Ungleichgewichten im Körper - zum Beispiel bei Stress oder Angst - werden körpereigene Cannabinoide (Endocannabinoide) ausgeschüttet. Sie docken an die entsprechenden Rezeptoren an und regulieren die Aktivität der Nervenzellen, das Ungleichgewicht wird ausgeglichen.
Das ECS entwickelte sich also wahrscheinlich, um komplexe physiologische Funktionen bei Wirbeltieren zu koordinieren und mithilfe der Endocannabinoide zu regulieren. Die Fähigkeit, Schmerzen zu lindern oder Entzündungen zu kontrollieren, stellte sich als evolutionärer Vorteil heraus und vererbte sich weiter.
THC, ein psychoaktives Cannabinoid aus der Cannabis-Pflanze, bindet direkt an CB1-Rezeptoren. Es verändert so - ohne Einfluss von Stressoren oder anderen Einflüssen - ihre Aktivität und stört ihre normale Funktion. Die Folge können Schmerzhemmung, Glückseligkeit ("High"), aber auch negative Gefühle (Depressionen, Angst, Hallzinationen) oder gar schwere Nebenwirkungen wie drogeninduzierte Psychosen sein. Dabei lässt sich nicht vorab vorhersagen, wie der jeweilige Organismus auf den Cannabiskonsum reagiert.
CBD (Cannabidiol) wiederum wirkt indirekt vor allem auf die CB2-Rezeptoren. Es dockt nicht an ihnen an, sondern moduliert ihre Aktivität und hemmt den Abbau körpereigener Cannabinoide. So beeinflusst es die Konzentration der jeweiligen Endocannabinoide im Körper. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die vielfältigen positiven Wirkungen von CBD auf diese Interaktion mit den CB2-Rezeptoren zurückgehen.
Die gezielte Beeinflussung von CB1- und CB2-Rezeptoren birgt Studien zufolge große Potenziale für die Behandlung unterschiedlicher Symptome:
Schmerztherapie:
THC und CBD haben sich in Studien¹ als wirksam gegen chronische Schmerzen erwiesen. Während THC durch die Aktivierung von CB1-Rezeptoren schmerzhemmend wirkt, moduliert CBD entzündliche Prozesse und kann so ebenfalls schmerzlindernd wirken.
Entzündliche Erkrankungen:
CB2-Rezeptoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Entzündungsprozessen. CBD könnte daher bei Erkrankungen wie Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Diabetes Typ 1 und Typ 2 hilfreich sein.
Angst- und Schlafstörungen:
Die Modulation von CB1-Rezeptoren durch CBD scheint angstlösende und schlaffördernde Effekte zu haben, ohne psychoaktive Nebenwirkungen zu verursachen.²
Neurodegenerative Erkrankungen:
Studien³ deuten darauf hin, dass die Aktivierung von CB1- und CB2-Rezeptoren neuroprotektive Effekte haben könnte. Dies ist besonders bei Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson von Interesse.
Inzwischen findet CBD sogar in der Krebsforschung Beachtung. CB2-Rezeptoren scheinen bei der Hemmung von Tumorzellen eine Rolle zu spielen. Studien⁴ untersuchen, ob Cannabinoide dadurch das Wachstum bestimmter Krebsarten verlangsamen können.
Aber auch zur Behandlung von Nebenwirkungen von Chemotherapien wird CBD mit großem Interesse erforscht. So untersuchte eine aktuelle Studie an Ratten ⁵, ob Cannabidiol (CBD) Nebenwirkungen der Chemotherapie mit Doxorubicin (DOX) lindern kann. Typischerweise löst DOX Nebenwirkungen wie Angst, Depressionen und Gedächtnisprobleme aus, die oft auch noch nach der eigentlichen Chemotherapie weiter bestehen. CBD zeigte hier eine deutlich beruhigende Wirkung und wirkte sich positiv auf die Veränderungen im Gehirn aus, die durch DOX ausgelöst worden waren.
Da auch alle Wirbeltiere ein Endocannabinoid-System mit CB1- und CB2-Rezeptoren besitzen, können auch sie von der Anwendung von CBD profitieren. Auch bei Hunden, Katzen und anderen Säugetieren spielen die Rezeptoren eine Rolle bei der Schmerzregulation und der Wirkung des Immun-Systems. Nicht umsonst werden CBD-Produkte für Haustiere immer beliebter.
Noch steht die Forschung bei vielen Fragen rund um das Endocannabinoid-System und seine Rezeptoren noch am Anfang. Unser Nervensystem ist sehr komplex, die (Wechsel-)Wirkungen der unterschiedlichen Substanzen unglaublich vielfältig.
Fest steht: Die gezielte Beeinflussung von CB1- und CB2-Rezeptoren könnte eine Revolution in der Medizin bedeuten – von der Schmerztherapie über die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen bis zur Verbesserung des allgemeinen physischen und psychischem Wohlbefindens.
Cannabinoide aus der Hanf-Pflanze mit besonders geringen Nebenwirkungen wie CBD sind hier besonders vielversprechend, bergen sie doch ein großes Potenzial positiver Wirkungen ohne negative Folgen.
Meinungen unserer Kunden:
"Alles perfekt! Gute Produkte, schnelle Lieferung, prima Service. Bei einer Reklamation Kontaktaufnahme über WhatsApp möglich. Hier wurde dann schnell reagiert und für mich eine gute Lösung gefunden. Kann die Produkte und den Service von Hanfgeflüster nur empfehlen!"
Entdecke unsere Vollspektrum CBD-Öle
Quellen und Studien
¹ Hameed, M., Prasad, S., Jain, E., Dogrul, B. N., Al-Oleimat, A., Pokhrel, B., Chowdhury, S., Co, E. L., Mitra, S., Quinonez, J., Ruxmohan, S., & Stein, J. (2023). Medical Cannabis for Chronic Nonmalignant Pain Management. Current pain and headache reports, 27(4), 57–63.
² Blessing, E. M., Steenkamp, M. M., Manzanares, J., & Marmar, C. R. (2015). Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics : the journal of the American Society for Experimental NeuroTherapeutics, 12(4), 825–836.
³ Peng, J., Fan, M., An, C., Ni, F., Huang, W., & Luo, J. (2022). A narrative review of molecular mechanism and therapeutic effect of cannabidiol (CBD). Basic & clinical pharmacology & toxicology, 130(4), 439–456.
⁴ Lal, S., Shekher, A., Puneet, Narula, A. S., Abrahamse, H., & Gupta, S. C. (2021). Cannabis and its constituents for cancer: History, biogenesis, chemistry and pharmacological activities. Pharmacological research, 163, 105302.
⁵ Poudel, B., Bany, B. M., Hales, D. B., & Cheatwood, J. L. (2024). Effects of Cannabidiol (CBD) on Doxorubicin-Induced Anxiety and Depression-like Behaviors and mRNA Expression of Inflammatory Markers in Rats. Brain sciences, 14(10), 999.